Sonnenland in Meißen

21. April 2026

Am vergangenen Samstag wurde zur Sächsischen Meisterschaft Sprintdistanz in die Stadt des berühmten Porzellans geladen. In Erwartung bester Wetterbedingungen und abwechslungsreicher Nachwuchsbahnen waren auch einige Sonnenländer in die Elbestadt gereist. Die Stadt hat dabei geschichtlich noch sehr viel mehr zu bieten.

Nur eine Woche nach dem fordernden MTB-O-Wochenende in Görlitz bestand für die sächsische Orientierungssportgemeinde die Möglichkeit auf zwei Etappen durch die historische Altstadt von Meißen zu sprinten. Da gleichfalls ein abwechslungsreicher Kinder-OL im Wettkampfzentrum angekündigt war, wurde auch für einige Sonnenländer kurzerhand mit der S-Bahn ein Ausflug nach Meißen auf die Agenda gesetzt.

Über den Dächern von Meißen.
Über den Dächern von Meißen.

Vor Ort zeigte sich, dass die vergangenen Technikeinheiten beim Training am Olbrichtplatz und im Querxenland die passenden Grundlagen für das Bestehen in der jüngsten Nachwuchsklasse D/H12b gelegt haben, so dass mit viel Freude zwei schöne Läufe absolviert wurden.

Glückliche Gesichter nach dem Wettkampf.
Glückliche Gesichter nach dem Wettkampf.

Schon 2009 konnte die Orientierungssportgemeinde die vielen verwinkelten Gassen, Treppen und Renaissance-Häuser rund um die Albrechtsburg bei einer Deutschen Meisterschaft genießen. Dabei hat die Stadt allgemein geschichtlich und auch aus Orientierungssportsicht noch viel mehr zu bieten.

So gilt die Stadt als Geburtsstätte der hochdeutschen Sprache nachdem Martin Luther 1522 die Bibel ins Meißener Kanzleideutsch übersetzte, was später die Grundlage für das den Dialekten übergeordnete heutige Hochdeutsch bildete.

Der Burgberg von Meißen.
Die Albrechtsburg von Meißen.

In Bezug zum Orientierungssport bestand über viele Jahrzehnte ein direkter Kontakt zum Rathaus inklusive der ersten Baumkartierungen lange vor den heutigen allgegenwärtigen Bestandsaufnahmen, auch wenn später die erste OL-Karte vor Ort von einem Dresdner Verein aufgenommen wurde.

Die Gassen von Meißen.
Die Gassen von Meißen.

Beim ansässigen Kreissportbund werden bis heute regelmäßig Trainer- und Vereinsmanager-Prüfungen abgenommen. In diesem Zusammenhang galt es auch immer wieder über Orientierungssporthemen mit der Geschäftsführung und dem Landesssportbund zu diskutieren, was schlussendlich auch zur ersten öffentlich geförderten sächsischen Orientierungssportkarte führte und auch schrittweise die Tür zu anderen Orientierungssportthemen öffnete, so dass sich auch der SV CH Sonnenland bis zum heutigen Erscheinungsbild entwickeln konnte.

Das Go zur Kartenförderung kam aus Meißen.
Das Go zur Kartenförderung der Aufnahme in Olbernhau kam aus Meißen.

So gesehen gibt es viele Gründe auch mal in der Zukunft einen Abstecher in die Stadt zu machen, sich den ehemaligen Bischofssitz anzuschauen oder beispielsweise den vor Ort hergestellten Rebensaft in der ein oder anderen Form zu probieren.

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