21. Februar 2026
Es gibt wohl kaum eine Sportart, mit der man so gut die Welt erkunden kann, wie dem Orientierungssport. Aufgrund der einheitlichen Kartendarstellung und der offenen Angebote besteht in der Regel die Möglichkeit überall mitzumachen – oft sogar in den Hauptklassen. Einige Sonnenländer sind daher unlängst in Tschechien und Italien auf Entdeckungstour gegangen.
In der Vergangenheit konnten wir uns bei unseren Aktivitäten auch immer wieder über den interessanten Austausch mit tschechischen und italienischen Sportfreunden freuen. Daher haben wir es uns in diesen sächsischen Winterferien nicht nehmen lassen, auch mal an einem lokalen Event in beiden Ländern vorbeizuschauen. Dazu reichte ein Blick auf die Seite des jeweiligen Orientierungssportverbandes.
Bei der Anreise nach Hradec Králové waren wir gleich von der Architektur im Zentrum der tschechischen Universitätsstadt angetan. In der Stadt am Zusammenfluss von Elbe und Adler gab es unter anderem eine singende Treppe zu bewundern und viele historische Gebäude zu entdecken.
Beim Lauf zur Winterliga starteten um die 330 Teilnehmende im Minutenabstand auf einer Mittedistanz mit einer Laufzeit von 30 Minuten bis zu einer Stunde. Neben einer Kinder- bzw. Einstiegsbahn mit Postenstandorten an den Wegen, gab es 6 weitere Bahnen bis zur Elite. In einem oft recht schnellen Nadewald mit einigen Höhenmetern galt es auf den anspruchsvolleren Strecken bei einer hohen Anzahl von Posten jeweils die richtige Richtung zu halten.
Die Anmeldung war bei überschaubarem Startgeld problemlos möglich, Parkplätze waren ausgewiesen. Auch im Wettkampfzentrum mit mehreren mobilen WC fehlten keine wesentlichen Elemente.
Da wir auch mit unserem Abschneiden sehr zufrieden waren, ging es anschließend voller Freude weiter gen Süden.
Auch eine Woche später beim Montell-O Cup waren wir in Italien die einzigen ausländischen Starter. Gemeinsam mit etwa 170 Teilnehmenden reisten wir in die Hügel bei Caonada, etwa 45 Minuten nordwestlich von Venedig. Bei der Laufserie hatten wir die Wahl zwischen vier verschiedenen Orientierungslauf-Bahnen, welche durch Farben gekennzeichnet waren. Entschieden haben wir uns wieder für die Kombination aus Elite (schwarz) sowie Einsteiger- und Kinderstrecke (weiß). Auch bei diesem Wettkampf waren die Eckpunkte gleich – Parkplätze, WC und ein moderates Wettkampfzentrum beim OL zum kleinen Preis.
Die Orientierung auf dieser Mitteldistanz war dabei komplett anders als eine Woche zuvor. Diesmal bestand in der schwersten Kategorie die Aufgabe jeweils die schnellste Wegroute zum nächsten Posten zu wählen und bei den Grünpassagen die Bereiche zu finden, bei denen ein schnelles Vorankommen möglich war.
Nach etlichen Höhenmetern und Temperaturen über 10 Grad war die Freude groß, auf den letzten Metern beim Lauf durch einen Olivenhain den Endposten zu erblicken. Gefreut haben wir uns auch über die herzliche Begrüßung und die Medaillen für den Nachwuchs.
Einige Besonderheiten gibt es natürlich auch noch zu berichten. Italien hat auch ein breites Angebot an Trail-O-Veranstaltungen. Beim Montell-O Cup starteten parallel beim Trail-O 50 Teilnehmende. Den Bezug zum Orientierungssport in Hradec Králové haben wir vor allem durch die umfassenden Aktivitäten im Mountainbike-Orienteering. Die Räder blieben diese Mal aber ebenso wie die Langlauf-Skier in Dresden.
