28. Januar 2026
Was mache ich eigentlich, wenn ich irgendwo unterwegs bin, Lust auf Orientierungssport habe und kein Angebot existiert? Das ist eine Frage, welche in vielen europäischen Ländern eher selten vorkommt, in Deutschland in bestimmten Regionen leider aber gängig ist. Die Antwort darauf ist eigentlich ziemlich einfach.
Selbst in den entlegensten Städten oder Dörfern in Europa entdeckt man heute Angebote im Orientierungssport, auch wenn man diese eigentlich gar nicht erwartet. So lacht einem ganz unverhofft immer mal wieder ein Orientierungssportzeichen an. Nach einer kurzen Recherche im Internet oder dem Gang zur Touristeninformationen hat man dann nicht selten sein persönliches Orientierungssportabenteuer vor Ort.
In Deutschland sind solche Angebote eher die Seltenheit. Während es in Ballungszentren des Orientierungssports immer mal wieder Festpostennetze gibt, sieht es in der Peripherie eher Mau aus. Folglich hilft dort nur sich selbst etwas zu erstellen.
Da es aus unserer Sicht aber auch den Orientierungssport weiterbringt, wenn gerade in peripheren Regionen Orientierungssportangebote für jeden Interessenten existieren, möchten wir in diesem Jahr zum Projekt „weiße OL-Flecken“ aufrufen.
Konkret stehen wir nun seit mehreren Jahren mit Vereinen und etablierten Kartenaufnehmern im Austausch. Zum gesamten Themenkomplex haben wir selbst mal eine grobe Präsentation erarbeitet und geben diese gern weiter. Gleichfalls freuen wir uns aber auch auf Input von außerhalb sowie über Vorträge und Präsentationen auf den unterschiedlichen Ebenen. Die Möglichkeiten der Automatisierung bei der Kartenaufnahme sind in der heutigen Zeit inzwischen unglaublich vielfältig. Neben kostenpflichtiger Software wie Ocad existieren auch kostenfreie Angebote wie der OpenOrienteeringMapper für die Aufnahme von Orientierungssportkarten.
Bis zum 30. September besteht nun in einer Art Wettbewerb das Ziel eine breite Vielfalt an Orientierungssportangeboten in peripheren Räumen zu erschaffen und dann in O-Maps einzupflegen. Es sollte eine neue Karte mit einem Angebot im öffentlich zugänglichen Raum erstellt werden, wo aus rechtlicher Sicht alle Richtlinien eingehalten werden. In dem jeweiligen Gebiet sollte bisher kein Orientierungssportverein aktiv sein und auch kein Wettkampf geplant sein. Die Karten sollen dann frei nutzbar sein. Ein Kind bzw. Jugendlicher sollte in das jeweilige Kartenaufnahmeprojekt mit involviert sein.
Geplant ist eine Abstimmung über das beste Angebot mitsamt Preisvergabe, wobei über die Art der Abstimmung und die Höhe des Preisgeldes noch entschieden wird. Teilnehmen darf jeder, der will. Es ist also nicht nur auf Sonnenland-Mitglieder beschränkt. Die ersten Anmeldungen für die Karten von Wismar-Altstadt, diverse Teile von Rostock und Havelberg sind schon eingegangen.
Wir sind gespannt auf weitere Kartenprojekte.
